Tannenspitzenhonig

Im Mai, wenn dir im Wald überall die hellen, weichen Tannenspitzen entgegenleuchten, ist die richtige Zeit gekommen

  • Nimm  einen schönen, sonnigen Tag
  • einen Korb
  • dann mach dich auf in den Wald

Achte darauf, dass  Du nicht alles von einem Bäumchen nimmst, sondern pflück immer nur ein paar wenige ab, damit der Baum nicht zu sehr geschwächt wird.

Wenn ich Tannenspitzen sage, sollte klar sein, dass es nur die jüngsten, hellgrünen Spitzen sein sollten und da nicht mehr als zwei Zentimeter, der äußeren Spitzen.                                                                                                                       Und…  auch wenn es Dir widerstrebt: Wasche Deine Ernte nicht ab, sonst landet der wertvolle Honigtau im Abfluss.

Gib nun die Tannenspitzen in einen großen Topf, gib so viel Wasser dazu, dass diese bedeckt sind und koche die Mischung etwa eine Stunde lang. Danach bleibt der Topf 24 Stunden lang zugedeckt stehen.

Am nächsten morgen sehen deine frischen grünen Spitzen etwas blass aus – das ist genau richtig 😀. Nun kannst Du die Tannenspitzen absieben, nimm dazu ein sehr feinmaschiges Sieb. Jetzt ist es wichtig die Flüssigkeit abzumessen, denn davon hängt ab, wie viel Zucker Du hinzufügen musst: Pro Liter Flüssigkeit brauchst Du 1 kg Zucker.

Nun wird das Tannenspitzenwasser mit dem Zucker ein zweites Mal aufgekocht und bleibt für etwa drei bis vier Stunden bei geringer Hitze auf dem Herd. Die genaue Kochzeit hängt davon ab, wie dickflüssig der Honig sein soll.

Beim ersten Mal war ich zu ungeduldig und habe den Honig zu früh abgefüllt, das war dann eher ein Sirup (der war genauso gut und genauso gesund, aber auf dem Butterbrot war’s ne kleine Sauerei 😀.)

Also lass ihn köcheln, bis die gewünschten Konsistenz erreicht ist. Anschließend füllst Du den fertigen Honig in Schraubgläser.

Outdoor-Erlebnistage in der Schule

Ein Vormittag wurde unter das Thema „Un-kräuter“ gestellt.

Diese Aktion liegt zwar schon ein paar Monate zurück, aber es gibt einfach Zeiten, da überrollt einen das Leben. Weil dieser Tag so klasse war, darf er einfach nicht unerwähnt bleiben.

Ich konnte Tochterkind und Schwiegersohn mit meinem Kräuterwissen etwas unterstützen und es hat mächtig Spass gemacht.

Mit  10 neugierigen Wildnisforschern ging es raus in die Natur zum Kräuter sammeln, dabei gab es viel Interessantes von den „Un“-Kräutern zu erzählen. Es wurde probiert, gesammelt und aufmerksam zugehört.

In einem idyllisch Obstgarten wartete

  • selbsgemachte Limo mit Colakraut,

  • Gundermann-Blättchen im Schokomantel

  • Tannenspitzenhonig

 

Gestärkt gings zurück in die Schule mit den Kräutern im Korb. Dort wurde von den Kindern dann geschnibbelt und gerührt, Feuer gemacht und Brot gebacken.

mmmhhhh … war das lecker – frisch gebackenes Brot mit Kräuterquark und Holunderblütenlimonade

 

 

 

 

 

 

Zum Nachtisch wurde noch ne Banane mit Schoko ins Feuer gelegt.

Ich habe festgestellt, wenn man den Kindern die Natur spannend vermittelt, sie selber suchen und pflücken  und dann das Ganze noch  mit zubereiten läßt, essen sie fast alles….. grins

Es hat mir Freude gemacht und ich durfte Erfahungen sammeln ….

War schön mit Euch !